Marketing Glossar
Über 150 professionelle Marketing-Begriffe aus SEO, SEA, Performance Marketing, CRM, Social Media, Programmatic und mehr – praxisnah erklärt.
A/B-Test
Eine Testmethode, bei der zwei Varianten (A und B) gegeneinander getestet werden, um herauszufinden, welche besser performt.
A/B-Test
Ein kontrolliertes Experiment, bei dem zwei Varianten eines Elements parallel ausgespielt werden, um zu prüfen, welche Version bessere Ergebnisse erzielt. Praxisbeispiel: Version A einer Landingpage hat den CTA unten, Version B oben – gemessen werden Conversion Rate, Klickrate oder Bounce Rate. Synonyme: Split-Test. Verwandt: multivariater Test, CRO, Personalisierung.
AIDA
Ein klassisches Werbewirkungsmodell: Attention (Aufmerksamkeit), Interest (Interesse), Desire (Verlangen), Action (Handlung). Beschreibt die idealtypische Kundenreise vom ersten Kontakt bis zum Kauf.
Above the Line (ATL)
Klassische Werbemaßnahmen über Massenmedien wie TV, Radio, Print und Außenwerbung. Ziel ist eine breite Streuung und hohe Reichweite. Im Gegensatz dazu steht Below the Line (BTL) für zielgruppenspezifischere Maßnahmen.
Account-Based Marketing (ABM)
Eine B2B-Marketingstrategie, bei der Marketing und Vertrieb gezielt auf ausgewählte Schlüsselkunden (Accounts) fokussieren. Statt breiter Ansprache werden hochpersonalisierte Kampagnen für einzelne Unternehmen entwickelt.
Ad Exchange
Ein meist stark automatisierter, auktionsbasierter Marktplatz, auf dem Inventar zwischen mehreren Parteien gekauft und verkauft wird. Verbindet Advertiser, Publisher, Ad Networks und DSPs. Typische KPIs: CPM, Viewability, CTR, Win Rate. Verwandt: DSP, SSP, RTB, PMP.
Ad Verification
Die Prüfung, ob eine Werbeplatzierung technisch und qualitativ so ausgeliefert wurde wie geplant. Zentral sind Viewability, Invalid Traffic, Brand Safety und geografische Auslieferung. Synonym: Anzeigenverifikation. Verwandt: Brand Safety, Viewability, IVT.
Affiliate Marketing
Ein provisionsbasiertes Partnerschaftsmodell, bei dem Publisher (Affiliates) für vermittelte Leads oder Verkäufe vergütet werden. Praxisbeispiel: Ein Blogger empfiehlt ein Produkt mit Trackinglink; bei Kauf erhält er eine Provision. Typische KPIs: CPL, CPO, EPC (Earnings per Click). Verwandt: Performance Marketing, Lead Management.
Attribution
Versucht, den Beitrag einzelner Touchpoints oder Kanäle zu einer Conversion oder einem Umsatz zuzuordnen. Praxisbeispiel: Last Click schreibt den Abschluss dem letzten Touchpoint zu; Multi-Touch-Modelle verteilen den Beitrag auf mehrere Kontakte. Typische KPIs: kanalbezogene Conversions, Umsatzanteile, ROAS. Verwandt: Customer Journey, ROAS.
Awareness
Bekanntheit oder Bewusstheit gegenüber einer Marke, einem Produkt oder einem Thema. In vielen Modellen ist sie ein frühes strategisches Ziel im Funnel, noch vor tieferer Erwägung oder Conversion. Typische KPIs: Reichweite, Impressions, Brand Lift, Suchvolumen. Verwandt: Brand Awareness, Funnel.
B2B (Business to Business)
Geschäftsbeziehungen zwischen zwei oder mehr Unternehmen. Im Gegensatz zu B2C (Business to Consumer) werden Produkte oder Dienstleistungen an andere Unternehmen verkauft, nicht an Endverbraucher.
B2C (Business to Consumer)
Geschäftsbeziehungen zwischen Unternehmen und Endverbrauchern. Klassisches Beispiel ist der Einzelhandel, bei dem Produkte direkt an private Konsumenten verkauft werden.
Big Data
Sehr große, komplexe Datenmengen, die mit klassischer Datenverarbeitung nur eingeschränkt nutzbar sind. Im Marketing relevant, wenn Kundensignale aus vielen Quellen für Analyse, Prognose oder Personalisierung zusammengeführt werden. Praxisbeispiel: Webverhalten, CRM-Daten und Transaktionen werden gemeinsam ausgewertet. Verwandt: BI, Predictive Analytics, CDP.
Bounce Rate
Die Absprungrate gibt an, wie viele Besucher eine Website nach dem Aufrufen nur einer einzigen Seite wieder verlassen. Eine hohe Bounce Rate kann auf Relevanzprobleme oder schlechte User Experience hinweisen.
Brand Awareness
Die Markenbekanntheit misst, wie gut eine Marke bei der Zielgruppe bekannt ist. Unterschieden wird zwischen gestützter (aided) und ungestützter (unaided) Bekanntheit.
Brand Safety
Das Ausspielen von Werbung in rechts- und markenkonformen Umfeldern. Ziel ist die Vermeidung imagegefährdender oder rechtsverletzender Platzierungen. Typische Prüfgrößen: Suitability-Regeln, Blocklisten, Verifikationsreports. Verwandt: Ad Verification, Viewability, Content Verification.
Buyer Persona
Ein daten- und researchbasiertes Idealprofil einer typischen Käuferperson. Sie konkretisiert Segmente durch Ziele, Schmerzpunkte, Motive, Einwände und Informationsverhalten. Praxisbeispiel: Statt 'KMU im Maschinenbau' arbeitet ein Team mit der Persona 'Produktionsleiterin Sabine'. Verwandt: Zielgruppe, Marktsegmentierung, Customer Journey.
CAC (Customer Acquisition Cost)
Die gesamten Kosten, die nötig sind, um neue Kundschaft zu gewinnen. Strategischer als CPA, weil nicht nur Kampagnenkosten, sondern Gesamtkosten der Neukundengewinnung betrachtet werden. Praxisbeispiel: Werbekosten, Content, SDR-Aufwand und Tools werden zusammengezählt und auf neue Kunden verteilt. Verwandt: CPA, CLV, ROAS.
CAC (Customer Acquisition Cost)
Die durchschnittlichen Kosten, um einen neuen Kunden zu gewinnen. Berechnung: Gesamte Marketing- und Vertriebskosten ÷ Anzahl neuer Kunden.
CDP (Customer Data Platform)
Eine Plattform, die Kundendaten aus verschiedenen Quellen sammelt und vereinheitlicht, um konsolidierte, aktivierbare Kundenprofile zu erstellen. Praxisbeispiel: CRM-, Web-, Service- und Kaufdaten werden zusammengeführt für konsistente Personalisierung über alle Touchpoints. Verwandt: CRM, DMP, Data Warehouse.
CLV (Customer Lifetime Value)
Der durchschnittliche Wert, den eine Kundin oder ein Kunde über die gesamte Geschäftsbeziehung hinweg für das Unternehmen hat. Verschiebt den Blick vom Einzelkauf zur langfristigen Profitabilität. Typische KPIs: Wiederkaufrate, Marge, Bindungsdauer. Verwandt: CAC, Churn Rate, Kundenbindung.
CMP (Consent Management Platform)
Eine Plattform, die Transparenz- und Einwilligungsprozesse gegenüber Nutzern zentralisiert. Hilft Publishern und Vendoren, Rechtsgrundlagen zu dokumentieren, Einwilligungen einzuholen und Signale an das Ökosystem weiterzugeben. Praxisbeispiel: Cookie-Banner wird durch eine CMP gesteuert. Verwandt: Einwilligung, TCF, TDDDG, DSGVO.
CPA (Cost per Action / Acquisition)
Die Kosten pro definierter Aktion oder Neukundengewinnung. Flexibler als CPC, da die Zielaktion frei definierbar ist – vom Formularabschluss bis zum Kauf. Praxisbeispiel: 1.000 € Budget und 20 gewonnene Kunden ergibt einen CPA von 50 €. Verwandt: CPL, CAC, ROAS.
CPC (Cost per Click)
Die Kosten pro Klick auf eine Anzeige. Wird in PPC-Systemen wie Google Ads oder Social Ads als Abrechnungseinheit genutzt. Praxisbeispiel: Bei einem Budget von 500 € und 250 Klicks beträgt der CPC 2 €. Verwandt: PPC, SEA, CPA, ROAS.
CPC (Cost per Click)
Die Kosten pro Klick auf eine Werbeanzeige. Diese Kennzahl ist besonders relevant für Pay-per-Click-Werbung wie Google Ads oder Social Media Advertising.
CPL (Cost per Lead)
Die Kosten pro generiertem Lead. Berechnung: Gesamte Marketingkosten geteilt durch Anzahl der generierten Leads. Wichtige Kennzahl zur Bewertung der Lead-Generierung.
CPM (Cost per Mille)
Die Kosten für 1.000 Impressionen einer Werbeanzeige. Häufig verwendet in Display-Werbung und Brand-Awareness-Kampagnen.
CPO (Cost per Order)
Die Kosten pro Bestellung bzw. Verkauf. Gibt an, wie viel Marketing-Budget durchschnittlich aufgewendet werden muss, um eine Bestellung zu generieren.
CRM (Customer Relationship Management)
Die strukturierte Pflege, Steuerung und Auswertung von Kundenbeziehungen. In der Softwareperspektive ist CRM die zentrale Datenbasis für Kontakte, Leads, Deals und Interaktionen. Praxisbeispiel: Ein CRM speichert, welche E-Mails jemand geöffnet und welche Seiten er besucht hat. Verwandt: CLV, Lead Management, CDP.
CRO (Conversion Rate Optimization)
Systematische Verbesserung einer Website oder Landingpage mit dem Ziel, den Anteil der Besucher zu erhöhen, die eine gewünschte Aktion ausführen. Methoden: A/B-Tests, Heatmaps, Nutzerbefragungen. Typische KPIs: Conversion Rate, Umsatz pro Besucher. Verwandt: A/B-Test, Landingpage, UX.
CTR (Click-Through-Rate)
Das Verhältnis von Klicks zu Impressionen einer Anzeige in Prozent. Berechnung: (Klicks ÷ Impressionen) × 100.
Call to Action (CTA)
Eine Handlungsaufforderung, die den Nutzer zu einer gewünschten Aktion bewegen soll - z.B. 'Jetzt kaufen', 'Mehr erfahren' oder 'Kostenlos testen'. CTAs sind zentral für die Conversion-Optimierung.
Churn Rate
Die Abwanderungsrate gibt an, wie viele Kunden in einem bestimmten Zeitraum verloren gehen. Wichtige Kennzahl besonders für Abo-Modelle und SaaS-Unternehmen.
Commerce Media
Werbeplatzierungen auf kommerziellen Plattformen, auf denen Transaktionsprozesse stattfinden. Retail Media ist ein Teilbereich; Commerce Media umfasst auch Reise-, Mobility-, Payment- oder Delivery-Plattformen. Verwandt: Retail Media, Closed-Loop-Messung.
Content Marketing
Eine strategische Marketing-Methode, bei der wertvolle, relevante Inhalte erstellt und verbreitet werden, um eine klar definierte Zielgruppe anzuziehen und zu binden - mit dem Ziel, profitable Kundenaktionen zu fördern.
Conversion
Eine zuvor definierte Zielhandlung, die aus Sicht des Unternehmens als Erfolg zählt – etwa ein Kauf, eine Registrierung, ein Download oder ein Newsletter-Opt-in. Praxisbeispiel: Für einen Whitepaper-Funnel ist das ausgefüllte Formular die primäre Conversion. Verwandt: Conversion Rate, Lead, CTA.
Conversion Rate
Der Prozentsatz der Besucher, die eine gewünschte Aktion ausführen (z.B. Kauf, Newsletter-Anmeldung). Berechnung: (Conversions ÷ Besucher) × 100.
Conversion Rate
Der prozentuale Anteil der Besucher oder Kontakte, die eine gewünschte Zielaktion ausführen. Praxisbeispiel: 100 Formularbesuche, 12 Eintragungen = 12 % Conversion Rate. Immer abhängig vom jeweiligen Conversion-Ziel. Verwandt: CRO, Landingpage, CPA, ROAS.
Corporate Identity (CI)
Die Unternehmensidentität umfasst alle Merkmale, die ein Unternehmen kennzeichnen und von anderen unterscheiden. Dazu gehören Corporate Design, Corporate Communication und Corporate Behaviour.
Cross-Selling
Der Verkauf ergänzender Produkte oder Dienstleistungen an bestehende Kunden. Beispiel: Beim Kauf eines Laptops wird eine passende Tasche angeboten.
Customer Journey
Die Kundenreise beschreibt alle Berührungspunkte (Touchpoints) eines Kunden mit einer Marke - vom ersten Kontakt über den Kaufprozess bis zur Nachkaufphase. Zentral für ganzheitliches Marketing.
Customer Lifetime Value (CLV)
Der geschätzte Gesamtwert, den ein Kunde während seiner gesamten Geschäftsbeziehung für ein Unternehmen generiert.
DMP (Data Management Platform)
Eine technische Infrastruktur, mit der Online- und Offline-Daten kanal- und anbieterübergreifend erhoben, verwaltet und in Zielgruppensegmente übersetzt werden können. Praxisbeispiel: Eine DMP stellt Segmente für programmatische Kampagnen bereit. Verwandt: CDP, DSP, Targeting.
DSGVO (Datenschutz-Grundverordnung)
Der zentrale unionsweite Rechtsrahmen für die Verarbeitung personenbezogener Daten. Für Marketing relevant: Transparenz, Zweckbindung, Rechtsgrundlagen, Betroffenenrechte. Praxisbeispiel: Personalisierte Werbung braucht eine belastbare Rechtsgrundlage. Verwandt: Einwilligung, TDDDG, CMP, TCF.
DSP (Demand-Side Platform)
Eine Plattform, die den Einkauf von Werbekontakten und die Aussteuerung von Werbeschaltungen automatisiert. Bewertet Werbeplätze datenbasiert. Praxisbeispiel: Ein Advertiser steuert Zielgruppenlogik, Gebote und Frequenz über eine DSP. Verwandt: SSP, Ad Exchange, PMP, RTB.
Dark Patterns
Manipulative Interface- oder Kommunikationsmuster, die Menschen zu Entscheidungen drängen, die sie sonst nicht treffen würden. Praxisbeispiel: Ein Cookie-Banner mit riesigem 'Akzeptieren'-Button und versteckter Ablehnoption. Rechtlich riskant nach DSGVO und UWG. Verwandt: Einwilligung, CMP, TCF.
Data Clean Room
Eine neutrale Umgebung, in der mehrere Parteien Daten innerhalb eines begrenzten Zwecks gemeinsam verarbeiten können, ohne Rohdaten direkt gegeneinander offenzulegen. Praxisbeispiel: Händler und Marke gleichen Zielgruppen oder Kampagnenwirkungen ab. Verwandt: CDP, Datenkooperation, Datenschutz.
Data-Driven Marketing
Die systematische Nutzung von Daten, um Marketingentscheidungen entlang der Buyer's Journey zu verbessern. Gemeint ist nicht nur Reporting, sondern auch Segmentierung, Auswahl von Inhalten und Gebotslogiken. Praxisbeispiel: Kampagnenbudgets werden auf Basis von Conversion- und Qualitätsdaten verschoben. Verwandt: Attribution, BI, Predictive Analytics, MarTech.
Data-driven Marketing
Datengetriebenes Marketing nutzt systematisch gesammelte Daten zur Optimierung von Marketingentscheidungen. Statt Bauchgefühl werden Strategien auf Basis von Analysen und Metriken entwickelt.
Direktmarketing
Marktgerichtete Aktivitäten, die Zielgruppen in individueller Einzelansprache direkt erreichen oder einen direkten Kontakt herstellen. Digitale Formen: E-Mail, personalisierte Mailings, Response-orientierte Kampagnen. Verwandt: E-Mail-Marketing, CRM, Lead Nurturing.
Display Werbung
Online-Werbung in Form von Bannern, Videos oder anderen grafischen Elementen auf Websites und in Apps. Wird meist nach Impressionen (CPM) oder Klicks (CPC) abgerechnet.
Distributionspolitik
Alle Maßnahmen, die sich auf Verteilung und Verfügbarkeit von Gütern beziehen: Absatzwege, Kanalstruktur, Direkt- versus Indirektvertrieb und physische bzw. digitale Zugänglichkeit. Praxisbeispiel: Ein Hersteller entscheidet, ob er direkt, über Marktplätze oder Handelspartner verkauft. Verwandt: Vertrieb, Omnichannel, Multi-Channel.
E-Commerce
Der elektronische Handel umfasst den Kauf und Verkauf von Waren und Dienstleistungen über das Internet. Beinhaltet sowohl B2C als auch B2B Online-Shops.
E-Mail Marketing
Der Versand kommerzieller Nachrichten per E-Mail an eine Gruppe von Menschen. Umfasst Newsletter, Transaktionsmails, automatisierte Kampagnen und mehr. Einer der effektivsten Marketing-Kanäle mit hohem ROI.
E-Mail-Automatisierung
Versand personalisierter Nachrichten auf Basis von Triggern, Verhaltensmustern oder Zeitplänen automatisch statt manuell. Kernwerkzeug für Nurturing, Reaktivierung und Lifecycle-Marketing. Praxisbeispiel: Nach Download eines Whitepapers startet automatisch eine Sequenz mit Fachinhalten und Demo-Einladung. Verwandt: Lead Nurturing, Drip-Marketing, CRM.
Einwilligung (Consent)
Die bewusste Zustimmung einer Person zu bestimmten Datenverarbeitungen oder Gerätezugriffen. Bei Cookies, Tracking und personalisierter Werbung eng mit Transparenz und Widerrufbarkeit verknüpft. Verwandt: DSGVO, TDDDG, CMP, TCF.
Engagement
Interaktionen mit Inhalten oder Marken: Klicks, Kommentare, Reaktionen, Shares oder andere Beteiligungssignale. Als reine Zahl zunächst eine Kennzahl; erst mit Zielbezug wird Engagement zum KPI. Verwandt: Reichweite, Social-Media-Erfolgsmessung.
Engagement Rate
Eine Kennzahl, die misst, wie stark Nutzer mit Inhalten interagieren (Likes, Kommentare, Shares). Wichtig für Social Media Marketing.
First-Party Data
Daten, die ein Advertiser oder Publisher selbst erhebt und besitzt – durch eigene Websites, Pixel, Logins, Käufe oder CRM-Systeme. Gelten als strategisch besonders wertvoll wegen Qualität und Aktivierbarkeit. Praxisbeispiel: Kaufhistorie eines Onlineshops. Verwandt: Third-Party Data, CRM, CDP, Remarketing.
Funnel
Der Marketing-Funnel (Trichter) beschreibt die Kundenreise vom ersten Kontakt bis zum Kauf. Typische Stufen: Awareness, Interest, Desire, Action (AIDA).
Funnel (Marketingtrichter)
Beschreibt die Phasen, durch die potenzielle Kundschaft vom ersten Kontakt bis zur Conversion geführt wird. Jede Stufe braucht andere Inhalte und Botschaften. Praxisbeispiel: TOFU-Inhalte erklären ein Problem, MOFU-Inhalte vergleichen Lösungswege, BOFU-Inhalte adressieren Kaufhindernisse. Verwandt: AIDA, Customer Journey.
Go-to-Market-Strategie
Ein Fahrplan zur Markteinführung eines Produkts oder einer Dienstleistung. Dazu gehören Zielgruppendefinition, Wertversprechen, Marketing- und Vertriebsplan sowie Kanalwahl. Praxisbeispiel: Ein neues SaaS-Produkt startet im B2B-Segment über Content, Webinare und Partnervertrieb. Verwandt: Positionierung, Marketing-Mix, Value Proposition.
Greenwashing
Irreführende Umwelt- oder Nachhaltigkeitskommunikation, die Produkte umweltfreundlicher erscheinen lässt als sie sind. Rechtlich relevant über Irreführungstatbestände. Praxisbeispiel: Ein Produkt wirbt mit 'klimaneutral', obwohl die tatsächliche Umweltleistung kaum belegt ist. Verwandt: ESG-Kommunikation, Nachhaltigkeitswerbung.
Header Bidding
Ermöglicht es Publishern, mehrere Nachfragequellen gleichzeitig um dieselbe Impression konkurrieren zu lassen, statt sie nacheinander in einer Wasserfalllogik anzusprechen. Kann Yield und Transparenz für Publisher erhöhen. Verwandt: SSP, Ad Exchange, PMP, Unified Auction.
Impression
Eine Impression zählt, wenn eine Anzeige einem Nutzer angezeigt wird, unabhängig davon, ob dieser mit der Anzeige interagiert.
Inbound Marketing
Eine Methodik, bei der Kunden durch wertvolle Inhalte und Erlebnisse angezogen werden, statt sie durch aufdringliche Werbung zu unterbrechen. Fokus liegt auf Pull- statt Push-Marketing.
Inbound Marketing
Eine Strategie, die potenzielle Kunden durch nützliche Inhalte anzieht, statt sie mit Werbung zu unterbrechen. Kernkanäle: SEO, Content Marketing, Social Media. Praxisbeispiel: Ein B2B-Unternehmen gewinnt Leads über Blogartikel und Webinare statt über Kaltakquise. Verwandt: Content Marketing, Lead Magnet, Funnel.
Influencer Marketing
Die geschäftliche Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Influencern zum Zweck der Markenkommunikation. Verbindet Reichweite, soziale Glaubwürdigkeit und Zielgruppennähe. Praxisbeispiel: Eine Beauty-Marke arbeitet mit Creatorinnen, deren Community an Tutorials interessiert ist. Verwandt: UGC, Empfehlungsmarketing, Social-Media-Marketing.
Influencer Marketing
Marketing unter Einbindung von Meinungsführern (Influencern) in sozialen Medien. Diese empfehlen Produkte oder Marken ihrer Community und nutzen dabei ihre Reichweite und Glaubwürdigkeit.
Invalid Traffic (IVT)
Ungültige Werbekontakte, die nicht als legitime Auslieferung an reale Nutzer gelten sollten. Nicht jeder ungültige Kontakt ist Betrug, aber IVT muss aus Reporting und Abrechnung herausgefiltert werden. Praxisbeispiel: Bot-Traffic erzeugt Impressions ohne echten Werbewert. Verwandt: Ad Fraud, Viewability, Ad Verification.
KPI (Key Performance Indicator)
Quantifizierbare Messwerte, die Fortschritte bei wichtigen Zielen sichtbar machen. Der entscheidende Punkt ist der Zielbezug: Eine bloße Zahl ist noch kein KPI. Praxisbeispiel: 'Conversion Rate von 8 % für Demo-Anfragen' ist ein KPI; '1.200 Seitenaufrufe' zunächst nur eine Kennzahl. Verwandt: Kennzahl, Metrik, Dashboard.
KPI (Key Performance Indicator)
Leistungskennzahlen, die den Fortschritt bei der Erreichung wichtiger Unternehmensziele messen. Im Marketing z.B. Conversion Rate, CAC, ROI, Reichweite oder Engagement Rate.
KUR (Kosten-Umsatz-Relation)
Die Kosten-Umsatz-Relation zeigt das Verhältnis von Werbekosten zum erzielten Umsatz in Prozent. Berechnung: (Werbekosten ÷ Umsatz) × 100. Eine KUR von 20% bedeutet, dass 20 Cent für jeden Euro Umsatz ausgegeben wurden.
Kampagnenmanagement
Die operative Planung, Koordination, Durchführung und Kontrolle von Marketingmaßnahmen über Kanäle und Zeiträume hinweg. Praxisbeispiel: Produktlaunch, Creatives, Media, E-Mail-Sequenzen, Reporting und Budgetsteuerung werden in einem Plan abgestimmt. Verwandt: Marketing-Mix, Attribution, KPI.
Keyword
Im Suchmaschinenmarketing ein Wort oder eine Wortgruppe, über die Anzeigen oder Inhalte zu relevanten Suchanfragen in Beziehung gesetzt werden. Strategisch nie nur Vokabular, sondern Ausdruck von Suchintention. Praxisbeispiel: 'CRM Software Mittelstand' signalisiert höhere Kaufnähe als 'Was ist CRM'. Verwandt: SEO, SEA, Match Type, Suchintention.
Keyword-Match-Type
Steuert, wie eng ein gebuchtes Keyword mit der tatsächlichen Suchanfrage übereinstimmen muss, bevor eine Anzeige in die Auktion gelangt. Praxisbeispiel: Weitgehend passend liefert mehr Reichweite, genau passend mehr Kontrolle; negative Keywords begrenzen unerwünschte Ausspielungen. Verwandt: Keyword, SEA, Negative Keywords.
Landing Page
Eine speziell gestaltete Webseite, auf die Nutzer nach dem Klick auf eine Anzeige oder einen Link gelangen. Fokussiert auf ein klares Conversion-Ziel ohne Ablenkungen.
Landingpage
Eine fokussierte Zielseite, auf der Besuchende zu einer klaren Hauptaktion geführt werden sollen. Qualität bemisst sich daran, wie gut sie das Versprechen des Kanals erfüllt und Reibung reduziert. Typische KPIs: Conversion Rate, Bounce Rate, Scrolltiefe. Verwandt: CTA, CRO, Lead Magnet.
Lead
Ein Kontakt mit erkennbarem Interesse an einem Angebot, Produkt oder Inhalt. Im Unterschied zu anonymem Traffic liegen beim Lead identifizierende oder kontaktierbare Informationen vor. Praxisbeispiel: Eine Person lädt ein Whitepaper herunter und hinterlässt Name und E-Mail. Verwandt: MQL, SQL, Lead Management.
Lead
Ein potenzieller Kunde, der Interesse an einem Produkt oder einer Dienstleistung gezeigt hat, meist durch Hinterlassen von Kontaktdaten.
Lead Magnet
Ein nützliches Inhaltsangebot, das gegen Kontaktdaten oder eine Zielhandlung bereitgestellt wird. Der Hebel liegt im wahrgenommenen Wert des Angebots. Praxisbeispiel: Checkliste, E-Book, Webinar oder Benchmark-Report im Tausch gegen Formularausfüllung. Verwandt: Landingpage, Content Marketing, Leadgenerierung.
Lead Management
Die systematische Gewinnung, Erfassung, Bearbeitung, Qualifizierung und Übergabe von Leads zwischen Marketing und Vertrieb. Praxisbeispiel: Ein Kontakt wird erfasst, mit Score bewertet, automatisiert genurtured und bei Erreichen der Schwelle an den Vertrieb übergeben. Verwandt: Lead Scoring, MQL, SQL, SLA.
Lead Nurturing
Führt potenzielle Kundschaft mit passenden Inhalten schrittweise durch die Customer Journey, bis genug Reife für den Kauf oder die Vertriebsübergabe besteht. Entscheidendes Prinzip: Relevanz über Zeit, nicht bloße Kontaktfrequenz. Verwandt: E-Mail-Automatisierung, MQL, Funnel.
Lead Scoring
Bewertet und priorisiert Leads anhand von Verhaltens- und Profildaten, um knappe Vertriebsressourcen auf die wertvollsten Kontakte zu konzentrieren. Praxisbeispiel: Ein mehrfacher Besuch der Preisseite erhöht den Score stärker als ein einfacher Blogaufruf. Verwandt: MQL, SQL, CRM, Predictive Analytics.
MQL (Marketing Qualified Lead)
Ein Lead, der durch Marketingaktivitäten so weit qualifiziert wurde, dass er mehr als nur loses Interesse zeigt und zur Zielgruppe bzw. Persona passt. Noch kein unmittelbarer Verkaufsfall, aber reif für strukturiertes Nurturing oder Handoff. Praxisbeispiel: Wiederholte Websitebesuche, Content-Downloads und passender ICP-Fit führen zur MQL-Einstufung. Verwandt: Lead, SQL, Lead Scoring.
MarTech (Marketing Technology)
Technologien, Tools und Software zur Erreichung von Marketingzielen – etwa CRM, CMS, Social-Tools, CDPs, Newsletter-Software oder Analytics-Systeme. Praxisbeispiel: Ein MarTech-Stack verbindet CRM, E-Mail-Automation, Tracking, Consent-Management und BI. Verwandt: CRM, CDP, CMS, Marketing Automation.
Marke
Die Summe der Vorstellungen, die ein Name oder Zeichen bei Kundinnen und Kunden hervorruft oder hervorrufen soll, um Angebote zu unterscheiden. Marke bündelt Wahrnehmung, Assoziationen und Erwartung – sie ist mehr als Logo oder Design. Verwandt: Branding, Markenwert, Markenpositionierung.
Markenpositionierung
Die Planung, Umsetzung und Weiterentwicklung einer von Zielgruppen als relevant wahrgenommenen und vom Wettbewerb differenzierten Position im Wahrnehmungsraum. Praxisbeispiel: Eine Bank positioniert sich als 'einfachste Finanzpartnerin für Selbstständige'. Verwandt: Positionierung, USP, Value Proposition.
Markenwert (Brand Equity)
Der ökonomische und/oder verhaltenswissenschaftliche Wert einer Marke. Zeigt sich finanziell in zukünftigen Zahlungsüberschüssen und verhaltensbezogen in Präferenz, Loyalität oder Preisprämien. Praxisbeispiel: Eine starke Marke kann trotz ähnlicher Produktfunktion höhere Preise durchsetzen. Verwandt: Marke, Markenloyalität, Brand Awareness.
Marketing
Die konsequente Ausrichtung des Unternehmens an den Bedürfnissen des Marktes. Nicht nur Werbung, sondern eine unternehmerische Denkhaltung, aus der Strategie, Leistungen, Preise, Verfügbarkeit, Kommunikation und Beziehungspflege abgeleitet werden. Verwandt: Marketing-Mix, Marktforschung, Positionierung.
Marketing Automation
Software und Technologien zur Automatisierung wiederkehrender Marketing-Aufgaben wie E-Mail-Kampagnen, Social Media Posts oder Lead-Nurturing. Ermöglicht personalisierte Kommunikation im großen Maßstab.
Marketing-Attribution
Die konkrete Anwendung der Attributionslogik auf Marketingkanäle und Touchpoints. Soll sichtbar machen, welchen Anteil einzelne Maßnahmen am Verhalten oder Umsatz haben. Praxisbeispiel: Eine Demo-Anfrage wird in Beziehung zu vorausgehenden Such-, Social- und Contentkontakten gesetzt. Verwandt: Attribution, Customer Journey, ROAS.
Marketing-Mix (4P)
Das Grundgerüst, mit dem Unternehmen Angebote am Markt positionieren – klassisch: Produkt, Preis, Platz/Distribution und Promotion. In der Praxis ein abgestimmtes System, in dem Änderungen an einem Element Rückwirkungen auf andere haben. Verwandt: Produktpolitik, Preispolitik, Distributionspolitik.
Marktforschung
Die systematische Erforschung eines konkreten Teilmarktes einschließlich Bedarf, Verhalten, Wettbewerb und Marktbedingungen. Unterscheidet sich von bloßer Markterkundung durch Systematik, Methodik und Auswertungslogik. Praxisbeispiel: Vor einer Produkteinführung werden Bedürfnisse und Zahlungsbereitschaft erhoben. Verwandt: Primärforschung, Sekundärforschung.
Marktsegmentierung
Die Aufteilung eines Gesamtmarktes in homogene Teilgruppen mit ähnlichen Bedürfnissen oder Merkmalen. Grundlage für gezieltes Marketing und effiziente Ressourcenallokation. Segmentierungskriterien: demografisch, geografisch, psychografisch, verhaltensbasiert. Verwandt: Zielgruppe, Buyer Persona, Targeting.
Mobile Marketing
Marketingmaßnahmen unter Einsatz mobiler Endgeräte – von Informationsübermittlung über Datenerhebung bis zum mobilen Verkauf. Praxisbeispiel: Location-basierte Push-Angebote, mobile Coupons oder In-App-Maßnahmen. Verwandt: Omnichannel, App-Marketing, Location-Based Services.
Multi-Channel
Mehrgleisiger Vertrieb oder mehrgleisige Distribution, bei der Kundinnen und Kunden zwischen mehreren Kanälen wählen können. Typisch ist die bloße Koexistenz mehrerer Kanäle, nicht zwingend deren enge Verzahnung. Praxisbeispiel: Ein Händler verkauft parallel im stationären Laden, Onlineshop und Katalog. Verwandt: Omnichannel, Distributionspolitik.
Native Advertising
Werbung, die sich in Design und Inhalt an die Plattform anpasst, auf der sie erscheint. Ziel ist eine natürliche Integration, die nicht als störende Werbung wahrgenommen wird.
Omnichannel
Die synergetische Planung, Steuerung und Kontrolle zahlreicher Vertriebskanäle und Touchpoints mit Fokus auf ein konsistentes Kundenerlebnis. Im Unterschied zu Multi-Channel steht das Zusammenspiel der Kanäle im Vordergrund. Praxisbeispiel: Eine Kundin recherchiert mobil, bestellt online und retourniert im Laden, ohne Medienbruch. Verwandt: Multi-Channel, Customer Journey.
Organic Traffic
Besucher, die über unbezahlte Suchergebnisse auf eine Website gelangen. Im Gegensatz zu Paid Traffic entsteht organischer Traffic durch SEO-Maßnahmen ohne direkte Werbekosten pro Klick.
Outbound Marketing
Klassische Push-Methoden, bei denen Unternehmen aktiv auf potenzielle Kunden zugehen – Kaltakquise, Displaywerbung, TV-Spots. Im Gegensatz zum Inbound-Ansatz unterbricht Outbound den Empfänger. Verwandt: Inbound Marketing, Direktmarketing, SEA.
PMP (Private Marketplace)
Ein selektiv zugängliches, gebotsfähiges Inventarpaket, das nicht mit voller Transparenz im allgemeinen RTB-Auktionsraum verfügbar ist. Typisch ist der Zugang über eine Deal ID. Praxisbeispiel: Ein Premium-Publisher bietet bestimmten Werbekunden exklusivere Placements über einen PMP an. Verwandt: Deal ID, SSP, RTB, Programmatic Guaranteed.
PPC (Pay per Click)
Ein Abrechnungsmodell, bei dem Kosten erst bei einem Klick auf die Anzeige entstehen. Der CPC ist der konkrete Preis pro Klick; PPC ist die Logik des Modells. Praxisbeispiel: Eine Suchanzeige verursacht erst dann Kosten, wenn jemand darauf klickt. Verwandt: SEA, CPC, CPA.
Penetrationspreisstrategie
Setzt bei der Einführung neuer Produkte einen möglichst niedrigen Preis an, um rasch Marktanteile zu gewinnen. Besonders interessant, wenn Skalen- oder Netzwerkeffekte eine Rolle spielen. Praxisbeispiel: Ein neuer Streamingdienst startet mit Intro-Preisen. Gegensatz: Skimming-Strategie. Verwandt: Preispolitik, Produktlebenszyklus.
Performance Marketing
Bündelt Maßnahmen, die stark an messbaren Ergebnissen und Optimierungsschleifen ausgerichtet sind. Typisch ist die enge Kopplung von Kanalsteuerung, Budget und KPI-Logik. Praxisbeispiel: Eine Kampagne wird nicht auf Creative-Awards, sondern auf CPL, CAC, ROAS oder Umsatz optimiert. Verwandt: PPC, CRO, Attribution, KPI.
Persona
Eine semi-fiktive Darstellung des idealen Kunden, basierend auf Marktforschung und echten Daten. Beinhaltet demografische Merkmale, Verhaltensweisen, Ziele und Herausforderungen.
Personalisierung
Eine datengestützte Strategie, die Kommunikation, Inhalte oder Angebote an individuelle Merkmale und Verhaltenssignale anpasst. Ziel ist höhere Relevanz, nicht bloß automatisches Einfügen des Vornamens. Praxisbeispiel: Zwei Nutzer sehen auf derselben Website unterschiedliche Produktempfehlungen auf Basis ihres Verhaltens. Verwandt: Segmentierung, CDP, E-Mail-Automatisierung.
Positionierung
Die zielgerichtete Einordnung eines Unternehmens, Produkts oder einer Marke in einem Wahrnehmungsraum. Kernfrage: Durch welche relevanten Merkmale wird man im Vergleich zum Wettbewerb erinnert und bevorzugt? Verwandt: Markenpositionierung, USP, Value Proposition.
Preisdifferenzierung
Sachlich gleiche Produkte oder Leistungen werden unterschiedlichen Kundengruppen zu unterschiedlichen Preisen angeboten, um Zahlungsbereitschaften differenzierter abzuschöpfen. Praxisbeispiel: Studierendenrabatte, Mengenstaffeln oder zeitliche Preisdifferenzen. Verwandt: Preismanagement, Penetrationspreisstrategie, Skimming.
Primärforschung
Erhebung neuen Datenmaterials für einen konkreten Untersuchungszweck. Meist teurer als Sekundärforschung, liefert aber stärker zweckbezogene Erkenntnisse. Praxisbeispiel: Eigenes Kundeninterview, Umfrage oder Experiment zur Preiswahrnehmung. Verwandt: Sekundärforschung, qualitative und quantitative Forschung.
Produktlebenszyklus
Beschreibt die Phasen, die ein Produkt von Einführung über Wachstum, Reife und Sättigung bis zum Rückgang durchläuft. Kein Naturgesetz, aber nützliches Denkmodell für Produkt-, Preis- und Kommunikationsentscheidungen. Verwandt: Einführungsphase, Relaunch, Produktpolitik.
Produktpolitik
Alle Entscheidungen zur Gestaltung des Angebots – Entwicklung, Einführung, Pflege, Variation, Elimination und Programmgestaltung. Praxisbeispiel: Ein Unternehmen ergänzt ein Kernprodukt um neue Varianten oder streicht unrentable Linien. Verwandt: Marketing-Mix, Produktlebenszyklus, Sortimentspolitik.
Programmatic Advertising
Der automatisierte Kauf und Verkauf digitaler Werbeinventare über technische Plattformen. Programmatic ist der Oberbegriff für automatisierten Mediahandel; RTB ist nur eine von mehreren Einkaufslogiken darunter. Praxisbeispiel: Eine Marke steuert Zielgruppen- und Gebotslogik zentral statt jede Platzierung manuell zu buchen. Verwandt: RTB, DSP, SSP, PMP.
Qualitative Marktforschung
Liefert inhaltliche, nicht primär numerische Ergebnisse. Arbeitet meist mit kleinen Stichproben und Verfahren wie Tiefeninterviews oder Gruppendiskussionen. Praxisbeispiel: Vor einer Kampagne wird exploriert, welche Begriffe Zielgruppen mit einem Produktproblem verbinden. Verwandt: Quantitative Marktforschung, Primärforschung.
Qualitätsfaktor
Ein Diagnosetool in Google Ads auf Keyword-Ebene, das die Qualität von Anzeigen im Vergleich zu anderen Werbetreibenden einschätzt. Bewertet werden Relevanz und erwartete Nutzererfahrung, nicht nur das Gebot. Praxisbeispiel: Eine gute Anzeige mit passender Landingpage kann trotz niedrigerem Gebot wettbewerbsfähiger sein. Verwandt: SEA, Keyword, Landingpage.
Quantitative Marktforschung
Erzeugt numerisch ausdrückbare Ergebnisse und arbeitet grundsätzlich mit größeren Stichproben. Besonders nützlich, wenn Häufigkeiten, Verteilungen oder statistisch belastbare Zusammenhänge benötigt werden. Praxisbeispiel: Eine standardisierte Umfrage misst Markenbekanntheit in unterschiedlichen Zielgruppen. Verwandt: Qualitative Marktforschung, Panel, Sekundärforschung.
ROAS (Return on Ad Spend)
Eine Kennzahl, die den Umsatz pro investiertem Werbe-Euro angibt. Berechnung: Umsatz ÷ Werbekosten. Ein ROAS von 5 bedeutet, dass für jeden investierten Euro 5 Euro Umsatz generiert wurden.
ROAS (Return on Ad Spend)
Misst, wie viel Umsatz pro investiertem Werbeeuro erzielt wurde. Zentrale Effizienzkennzahl für Paid Media, darf aber nicht mit Gesamtprofitabilität oder CLV verwechselt werden. Praxisbeispiel: 10.000 € Werbeausgaben und 40.000 € Umsatz ergeben einen ROAS von 4:1. Verwandt: ROI, CAC, Attribution.
ROO (Return on Objectives)
Ein Erfolgsverständnis, das nicht nur monetäre Zielgrößen betrachtet, sondern den Zielbezug von Kommunikation insgesamt. Besonders im Content Marketing nützlich, weil Wertbeiträge häufig über Wahrnehmung und Einstellung vermittelt werden. Praxisbeispiel: Eine Thought-Leadership-Serie wird nach Reputation, Leadqualität und Pipelinebeitrag bewertet. Verwandt: KPI, Content Marketing, ROI.
RTB (Real-Time Bidding)
Eine Form des programmatischen Einkaufs, bei der digitale Werbeflächen genau in dem Moment auktioniert werden, in dem eine Impression verfügbar wird. RTB ist eine Unterkategorie von Programmatic, nicht dessen Synonym. Praxisbeispiel: Für jede verfügbare Impression wird in Millisekunden ein Gebot abgegeben. Verwandt: Programmatic Advertising, DSP, SSP, PMP.
Reichweite
Die Anzahl unterschiedlicher Personen, die eine Werbebotschaft mindestens einmal erreicht. Unterscheidet sich von Impressionen, die auch mehrfache Kontakte zählen.
Reichweite
Eine Kennzahl dafür, wie viele Personen oder Accounts mit einer Maßnahme erreicht wurden. Für sich genommen bleibt sie beschreibend; erst mit Zielbezug wird sie zum KPI. Praxisbeispiel: Für eine Awareness-Kampagne kann hohe Reichweite sinnvoll sein, auch wenn die direkte Conversion gering bleibt. Verwandt: Awareness, Impressions, Engagement.
Remarketing / Retargeting
Adressiert Personen erneut, die bereits eine frühere Interaktion mit einer Website, App oder Marke hatten. Basiert oft auf First-Party-Daten. Praxisbeispiel: Besuchende einer Produktdetailseite erhalten später Display- oder Social-Anzeigen zum angesehenen Produkt. Verwandt: First-Party Data, DMP, Performance Marketing.
Retail Media
Werbeflächen, Retail-Datenbestände und teils auch In-Store-Möglichkeiten, die ein Händler oder Marktplatz Marken für Werbekampagnen bereitstellt. Stärke liegt in der Nähe zum Kaufmoment und der Verknüpfung von Medienkontakt und Handelsdaten. Praxisbeispiel: Gesponserte Produktplatzierungen im Onlineshop eines Händlers. Verwandt: Commerce Media, Closed Loop, On-site, Off-site.
Retargeting
Werbestrategie, bei der Nutzer, die bereits mit einer Marke interagiert haben, mit gezielten Anzeigen erneut angesprochen werden. Erhöht die Conversion-Wahrscheinlichkeit durch wiederholten Kontakt.
SEA (Search Engine Advertising)
Bezahlte Anzeigen in Suchmaschinen. Im BVDW-Verständnis der bezahlte Teil des Suchmaschinenmarketings, das Gegenstück zur organischen Optimierung. Praxisbeispiel: Anzeigen zu Keywords in Google Ads, die sofort Sichtbarkeit erzeugen, aber budgetabhängig sind. Verwandt: SEO, SEM, Qualitätsfaktor.
SEM (Search Engine Marketing)
Im engeren BVDW-Sinn die Gesamtheit aus SEO und SEA – der Oberbegriff für organische und bezahlte Suchmaschinenmaßnahmen. Praxisbeispiel: Ein Unternehmen optimiert gleichzeitig Ratgeberseiten für organische Sichtbarkeit und schaltet Anzeigen auf transaktionale Keywords. Verwandt: SEO, SEA.
SEO (Search Engine Optimization)
Suchmaschinenoptimierung umfasst alle Maßnahmen, um die Sichtbarkeit einer Website in organischen Suchergebnissen zu verbessern. Beinhaltet technische, inhaltliche und Off-Page-Optimierung.
SQL (Sales Qualified Lead)
Die vom Vertrieb bestätigte Weiterentwicklung eines MQL. Der Vertriebsbereich ordnet den Lead als ausreichend reif ein, um in den Verkaufsprozess überführt zu werden. Praxisbeispiel: Nach Bewertung von Bedarf, Timing und Gesprächsbereitschaft wird aus einem MQL ein SQL. Verwandt: Lead, MQL, Lead Management.
SSP (Sell-Side Platform)
Die technologische Grundlage, um das Inventar eines Publishers für den automatisierten Anzeigenhandel zugänglich zu machen. Gegenstück zur DSP auf Verkäuferseite. Praxisbeispiel: Ein Publisher steuert über die SSP, welches Inventar in Exchanges, PMPs oder andere Programmatic-Setups gegeben wird. Verwandt: DSP, Ad Exchange, Header Bidding.
Sekundärforschung
Bereitet bereits vorhandenes Datenmaterial für einen neuen Untersuchungszweck auf. Spart Zeit und Kosten, birgt aber Risiken durch veraltete oder zweckfremde Daten. Praxisbeispiel: Marktstudien, Verbandsberichte oder bestehende CRM-Auswertungen werden neu interpretiert. Verwandt: Primärforschung, Desk Research.
Social Listening
Überwacht soziale Netzwerke anhand von Erwähnungen, Feedback, Themen, Konkurrenten oder Keywords und analysiert die Daten, um daraus Handlungen abzuleiten. Der Unterschied zum bloßen Monitoring liegt in der anschließenden Interpretation. Praxisbeispiel: Beschwerden auf Social Media führen zu Produkt- und Messaging-Anpassungen. Verwandt: Social-Media-Monitoring, VoC, Engagement.
Social-Media-Marketing
Die strategische Nutzung sozialer Netzwerke zur Markenbekanntheit, Leadgenerierung, Community-Bildung oder Kundenbindung. Im Kern geht es um Plattformlogik, Interaktion und die Anpassung des Contents an soziale Nutzungskontexte. Praxisbeispiel: Eine Marke nutzt LinkedIn für B2B-Thought-Leadership und Instagram für visuelle Produktnähe. Verwandt: Content Marketing, Influencer Marketing, Social Listening.
TCF (Transparency & Consent Framework)
Ein branchenweites Regel- und Signalsystem, das Publishern, Advertisern, Technologieanbietern und CMPs helfen soll, Transparenz- und Wahlpflichten im Zusammenhang mit Datenverarbeitung praktisch abzubilden. Verwandt: CMP, Einwilligung, DSGVO, TDDDG.
TDDDG
Das Telekommunikation-Digitale-Dienste-Datenschutz-Gesetz (bis 2024 TTDSG) regelt in Deutschland den Schutz der Privatsphäre bei Zugriffen auf Endeinrichtungen. Für Marketing wichtig ist § 25, der die Speicherung oder den Zugriff auf Informationen im Endgerät des Endnutzers adressiert – praktisch die rechtliche Grundlage vieler Cookie-Banner. Verwandt: DSGVO, Einwilligung, CMP.
TKP / CPM (Tausend-Kontakt-Preis)
Die Kosten, um 1.000 Kontakte bzw. Einblendungen zu erreichen. Im Display- und Influencer-Kontext verbreitet, misst aber zunächst nur Reichweitenkosten, nicht Wirkung oder Profitabilität. Praxisbeispiel: Podcast-, Banner- oder Influencer-Preise werden oft in TKP-Logik kalkuliert. Verwandt: CPM, CPC, CPL, ROAS.
Targeting
Die gezielte Ausrichtung von Marketing- oder Werbemaßnahmen auf definierte Personen, Segmente oder Kontexte – demografisch, verhaltensbasiert, kontextuell oder interessenbezogen. Praxisbeispiel: Im Display-Netzwerk werden Anzeigen für Personen mit bestimmten Verhaltensmerkmalen ausgespielt. Verwandt: Segmentierung, Marktsegmentierung, Kontext-Targeting.
Third-Party Data
Daten, die von externen Dritten gesammelt und über Plattformen oder Marktmechanismen bereitgestellt werden. Können zusätzliche Reichweite und Segmentwissen liefern, sind aber in Kontrolle und rechtlicher Robustheit oft schwächer als First-Party Data. Praxisbeispiel: Externe Zielgruppensegmente, die mehreren Käufern gleichzeitig angeboten werden. Verwandt: First-Party Data, DMP, Data Provider.
UGC (User Generated Content)
Inhalte, die nicht von der Marke selbst, sondern von Nutzenden erstellt werden. Im Marketing wertvoll wegen Nähe, sozialer Glaubwürdigkeit und oft niedrigerer Produktionskosten. Praxisbeispiel: Kundenvideos, Produktfotos oder ehrliche Erfahrungsberichte werden in Kampagnen integriert. Verwandt: Influencer Marketing, Social Proof, Branded Content.
USP (Unique Selling Proposition)
Das einzigartige Nutzenversprechen, mit dem sich ein Angebot von Konkurrenzangeboten abheben soll. Ein guter USP ist nicht einfach ein Produktmerkmal, sondern eine für die Zielgruppe relevante und glaubwürdig kommunizierbare Differenz. Praxisbeispiel: '24-Stunden-Ersatzteilservice für Produktionsbetriebe' ist wirksamer als 'hohe Qualität'. Verwandt: Positionierung, Value Proposition.
Unique Selling Proposition (USP)
Das einzigartige Verkaufsversprechen beschreibt, was ein Produkt oder eine Dienstleistung von der Konkurrenz unterscheidet und warum Kunden genau dieses Angebot wählen sollten.
Value Proposition (Wertversprechen)
Beschreibt, welchen spezifischen Nutzen ein Produkt oder eine Dienstleistung einer Zielgruppe liefert. Beantwortet die Frage, warum jemand dieses Angebot wählen sollte. Praxisbeispiel: Nicht 'Software für Vertrieb', sondern 'eine Plattform, die verstreute Kundendaten in eine verwertbare 360°-Sicht übersetzt'. Verwandt: USP, Positionierung, Go-to-Market.
Viewability
Misst die Sichtbarkeit ausgelieferter Werbung. Nach etablierten Standards gilt eine Display-Ad-Impression als viewable, wenn mindestens 50 % der Pixel für mindestens eine Sekunde sichtbar waren; bei Video gelten strengere Zeitanforderungen. Praxisbeispiel: Eine ausgelieferte Impression zählt nicht automatisch als 'gesehen'. Verwandt: Ad Verification, vCPM, Brand Safety.
Werbewirkungsforschung
Prüft empirisch, ob und wie Werbung Erleben und Verhalten der Rezipienten beeinflusst. Häufig wird zwischen psychologischem und ökonomischem Werbeerfolg unterschieden. Praxisbeispiel: Eine Studie misst nicht nur Absatzänderungen, sondern auch Erinnerung, Einstellung und Kaufabsicht. Verwandt: KPI, Brand Lift, Attribution, Marktforschung.
Zielgruppe
Die Gesamtheit aller tatsächlichen oder potenziellen Personen, die mit einer Marketingaktivität angesprochen werden sollen. Grundlage ihrer Bestimmung ist meist die Marktsegmentierung. Praxisbeispiel: Statt 'alle Interessierten' wird eine Zielgruppe über Bedarf, Entscheidungsrolle oder Verhalten präzisiert. Verwandt: Marktsegmentierung, Buyer Persona, Targeting.
mm-Preis
Der Preis pro Millimeter Anzeigenhöhe mal Spaltenbreite in Print-Medien. Grundlage für die Berechnung von Printanzeigen-Kosten.
